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Coaching-System der Welt.
     
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Grundlagen
Ost und West • NaikanAchtsamkeitPsychologieNeurobiologieSozialkompetenzPhilosophie

Das Beste aus zwei Welten. Zu einer Methode vereint.

Die östliche Psychologie und Spiritualität hat seit Jahrtausenden die Grundprinzipien der menschlichen Existenz untersucht. Die Ursachen unseres Scheiterns und Vollendens im Leben standen im Fokus der inneren und äußeren Betrachtung. Die hochentwickelten Methoden der Meditation halfen und helfen den Menschen, Ruhe und Abstand zu entwickeln und aus dieser Haltung heraus Entscheidungen zu treffen und Aktivitäten durchzuführen. Es ist kein Zufall, dass Zen-Meditation und Zen-Methoden in Management-Trainings Einzug gehalten haben.

Die westliche Psychologie widmete sich mehr dem Warum. Woher kommen unsere Impulse und unsere Handlungsmuster? Was treibt uns letztendlich an, wenn wir Aktionen setzen? Seit Sigmund Freud untersuchen wir unsere innere Wirklichkeit wissenschaftlich genau, um unsere äußere Wirklichkeit zu verstehen und zu verbessern.

Kodo-Naikan vereinigt diese beiden Ansätze zu einem Coaching-System.

Im Kodo-Naikan werden existentielle Prinzipien erforscht und zugleich die individuelle Handlungsbasis fokussiert. Dabei wird die Nachhaltigkeit des östlichen Vorgehens, der Augenschein auf das Momentum und die Rückkoppelung auf die eigene Persönlichkeit, wie sie die westliche Psychologie forciert, in einer Methode harmonisch zusammengeführt. Kodo-Naikan funktioniert deshalb global und interkulturell. Im fernen Osten ebenso wie im nahen Mitteleuropa. Und auch in Ihrem Unternehmen.

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Die Methode Naikan

Nur wer nach Innen schaut, kann im Außen verändern

Kodo-Naikan basiert auf der Arbeit des japanischen Geschäftsmannes und Laienpriesters Ishin Yoshimoto. Dieser entwickelte vor ca. 70 Jahren eine neue Meditations-Methode namens Naikan (dt. Innenschau), in der traditionelle Formen der östlichen Selbstentwicklung und modernes Wissen um den Menschen integriert wurden. Mit Hilfe eines einfachen Fragensystems und in Form eines 7tägigen Retreats wurde der Frage nachgespürt, wer ich wirklich, das heißt wirkend bin?

Die ersten Naikan-Teilnehmer waren Mitarbeiter von Ishin Yoshimoto in seiner eigenen Firma. Durch die innere Kraft, die diese Mitarbeiter entwickelten, wurde es zum größten japanischen Unternehmen in seiner Branche. Damit war der konkrete Beweis gelungen, dass durch konsequente Innenschau in jedem Menschen Kräfte frei werden, die durch unerledigte Geschäfte und Fehlhaltungen blockiert waren. Und dass diese Kräfte nicht nur der eigenen Selbstverwirklichung dienen, sondern auch im betrieblichen Kontext zielführend eingesetzt werden können.

Der Unternehmensberater Tadashi Takahashi erkannte, dass Naikan sich vorzugsweise auf die großen Fragen unseres Menschseins fokussiert. Er wollte die Methode nutzen, um konkrete Verbesserungen im Verhalten von Führungskräften und Schlüsselkräften zu erreichen und damit deren Effektivität im Unternehmensalltag zu steigern. Deshalb entwickelte er das Kodo-Naikan-System.

Heute nutzen viele Unternehmen in Japan sowohl Naikan als auch Kodo-Naikan als, wie es der PE-Leiter des Uhrenherstellers Seiko genannt hat „mit Abstand effektivste Methode der Personalentwicklung.“

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Achtsamkeit

Der Schlüssel zu tiefgehender Veränderung ist unsere Selbstwahrnehmung

Wirkmächtigkeit
Achtsamkeit wird in ihrer Wirkmächtigkeit in unserem Kulturkreis außerordentlich unterschätzt. Nur langsam nähern wir uns über den Begriff der Selbstheilungskräfte ihrem Wert. In Asien, wo Kodo-Naikan geboren wurde, ist Achtsamkeit die Grundlage vieler Mental- und Körpertechniken. Ein Zen-Meister, ein Schwertkämpfer, ein Qigong-Übender ist ohne die bis in die Außenwelt spürbare Kraft der Selbstwahrnehmung nicht denkbar. Das östliche Management hat diese Kultur auch in ihr tägliches Handeln integriert und ist daher in der Lage, elastischer auf Veränderungen, gelassener auf Spannungen und effektvoller auf den einen Moment der Entscheidung zu reagieren.

Basis
Die Arbeit mit Kodo-Naikan basiert auf Selbstwahrnehmung. Achtsamkeit gegenüber den eigenen Impulsen und den Reaktionen, die wir in bestimmten Situationen setzen. Achtsamkeit ist das Fundament jeder wirkungsvollen Handlung. Nur wenn unsere Aufmerksamkeit „voll bei der Sache“ ist, ist auch energetische Ladung und damit Überzeugungs- und Durchsetzungskraft gegeben. Achtsamkeit setzt, wie die moderne Gehirnforschung zeigt, die inneren Prozesse von chemischen Botenstoffen, elektrischen Impulse, Vernetzungen von Synapsen und Aktionen auf neuromotorischer Ebene in Gang. Und sie ermöglicht uns, wirksame Entscheidungen zu treffen, weil sie Kräfte bündelt und divergente Impulse zu einer konfliktfreien Handlung vereint.

Stille
Zwischen jedem Reiz und der von uns gesetzten Reaktion ist ein Raum von Stille. In diesem Raum entscheidet sich die Qualität unseres Handelns. Wenn wir diese Sequenz „achtlos“ durcheilen und die sich als erstes zeigenden Handlungsimpulse aufnehmen, handeln wir wie eine „Reiz-Reaktions-Maschine“. Wir greifen auf die jeweils niedrigste Ebene unseres Handlungsrepertoires zu. Je mehr Zeit wir uns geben, den Raum der Stille wahrzunehmen, desto mehr Handlungsmöglichkeiten können sich zeigen und umso mehr Weisheit fließt in unser Tun ein. Denn es zeigen sich nicht nur bereits vorhandene Handlungsmuster, sondern auch intuitive Lösungen, die die Türe zu einer neuen Entwicklung öffnen können.

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Psychologische Grundlagen

Jeder Tag ist ein neuer Tag

„Du steigst nie ein zweites Mal in den gleichen Fluss“ sagt Heraklit, der altgriechische Philosoph. Wir steigen aber auch nie in die gleiche Persönlichkeit, wenn wir morgens erwachen. Wir erfinden uns in diesem Moment buchstäblich neu. Wir können auf diese Chance verzichten und alten, synaptisch vernetzten Mustern unseren Alltag überlassen. Wir können aber auch wahrnehmen, dass unser Gehirn Neuroplastizität besitzt und, wie Heinz von Förster sagt, „niemand uns daran hindern kann, jeden Moment auf das Leben hinzuarbeiten, das wir uns wünschen.“ Der Unterschied bedeutet, dass wir im ersten Fall unser Leben schon hinter uns haben oder im zweiten noch vor uns.

Dennoch wird unser Leben immer wieder von dem dominiert, was wir „Vergangenheit“ nennen. Natürlich gibt es keine Vergangenheit. Es gibt nur Hier&Jetzt und dies ist der einzige raumzeitliche Ort, an dem unser Leben stattfindet. Es sind unsere (synaptisch fixierten) Erinnerungen, die unsere Gegenwart formen. Und in diesen Erinnerungen haben wir viele Ereignisse gespeichert, die die Gestalttherapie „unerledigte Geschäfte“ nennt. Diese unerledigten Angelegenheiten blockieren oft in Menschen einen großen Teil ihrer Kraft. Wir kennen sie gut, denn wenn wir Zeit für uns selbst haben, bei einem einsamen Spaziergang, am Abend vor dem Einschlafen, in der Phase des Aufwachens am Morgen, melden sie sich und wollen abgeschlossen werden.

Unerledigte Geschäfte zu erledigen ist eine der Hauptaufgaben in den drei Kodo-Seminaren. Dadurch wird Energie in uns wieder frei. Mehr noch, wir gewinnen den Mut der Freiheit für unsere Lebensgestaltung zurück. Wir gewinnen Kreativität, Lebensfreude, Gestaltungskraft, Begeisterung. Wir müssen nicht mehr Herausforderungen suchen, um uns selbst zu spüren und zu beweisen, dass wir es ja doch noch „können“. Die Herausforderungen werden anklopfen und wir werden bereit sein, sie anzunehmen. Aber in Einklang mit uns selbst und mit dem, was uns wirklich ausmacht.

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Neurobiologie

Nur wer gehirngerecht arbeitet und führt, wird intelligente Lösungen erzielen

Die moderne Gehirnforschung hat vieles, was wir früher intuitiv oder phänomenologisch erfasst haben, bestätigt. Die Wirksamkeit von Meditation wurde in vielen Experimenten nachhaltig bestätigt. Auch die Naikan-Methode erwies als sich mit den Erkenntnissen der Neurobiologie vollständig kompatibel. Und noch etwas zeigt sich ganz klar: Es werden nur jene Unternehmen zukünftig Erfolg haben, die dieses Wissen für sich nutzen und damit Kommunikation und Klima in ihrem Unternehmen optimieren.

Die Erforschung des Gehirns hat aber auch viele Glaubenssätze in Frage gestellt und erschüttert. Ein Glaubensatz war, dass sich Menschen ab einem gewissen Alter nicht mehr ändern können. Das Gegenteil ist wahr. Unser Gehirn besitzt bis zuletzt Plastizität und kann sich auf neue Situation sehr gut einstellen. Ein anderer Glaubenssatz besagt, dass ältere Mitarbeiter den tempomäßigen Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. Stimmt in manchen Bereichen. Doch sie bringen dafür vernetztes und komplexes Denken in ein Unternehmen. Was wiederum Zeit spart.

Die wichtigste Botschaft der Neurobiologie ist aber, dass wir als Menschen kein fertiges, unveränderbares System sind, sondern ein Prozess, der sich ständig neu erfindet. Das Beharren auf destruktiven oder unzulänglichen Mustern („ich bin halt so“) ist daher eine unzulässige Haltung gegenüber der Organisation, den Mitarbeitern und den Eigentümern. Lebensbegleitendes Lernen bedeutet nicht nur die Anhäufung von Fachwissen, sondern auch die Optimierung des eigenen Verhaltens im innerbetrieblichen Alltag.

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Sozialkompetenz

Der Umgang mit Menschen ist die höchste Kunst im Führungsalltag

In der japanischen Wirtschaft wird die soziale Kompetenz ganz selbstverständlich an die erste Stelle der wichtigen Eigenschaften einer Führungskraft gereiht. Japanische Mitarbeiter sagen: „Nur mit einem guten Chef können wir als Team erfolgreich sein“.

In der westlichen Wirtschaft setzt sich diese Erkenntnis nur ganz langsam durch. Führungskräfte werden meist auf Grund ihres fachlichen Wissens oder früherer Erfolge als Mitarbeiter ausgewählt. Führungskräfte-Trainings vermitteln zwar Skills&Tools für bessere Führungsarbeit. Die Umsetzung des Wissens bleibt aber meist der Führungskraft allein überlassen. Wodurch sie sich oft sehr verlassen fühlen.

Die Weiterentwicklung von sozialer Kompetenz beginnt viel grundlegender. Sie beginnt dort, wo wir die Denk- und Handlungsmuster, die wir im Laufe unseres Lebens erworben haben, sichten und hinterfragen. Vieles von dem, was wir in uns tragen, ist im Führungsalltag gut brauchbar und muss vielleicht nur konkreter und konsequenter eingesetzt werden. Manche von diesen inneren Faktoren gehören jedoch nicht in den Führungsalltag, weil sie kontraproduktiv wirken und den angestrebten Erfolg verhindern. Denn Erfolge werden nicht von Systemen, Skills oder Tools erzielt, sondern im menschlichen Miteinander.

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Kodo-Naikan Philosophie

Nur wer seine Wurzeln kennt, kennt seine Gegenwart

Menschenbild
Die Gruppendynamik lehrt uns, dass grundsätzlich jeder Mensch in bestimmten Situationen temporär Führung übernehmen kann. Menschen können lernen, nicht nur temporär, sondern kontinuierlich andere Menschen zu führen. Das ist ein natürlicher Prozess, den wir brauchen, um als Menschen weiterhin erfolgreich zu sein. Denn wir Menschen sind Herdentiere, die deswegen zu einer der erfolgreichsten Spezies auf dem Planeten wurden, weil wir unser Zusammenwirken optimiert haben.

Kooperation&Kommunikation
Grundlage des menschlichen Handelns ist Kooperation. Und nicht, wie uns in den letzten Jahrzehnten eingeredet wurde, Konkurrenz. Grundlage von erfolgreicher Kooperation ist Kommunikation. Die Psychologie lehrt uns, dass wir ganzheitlich kommunizieren, mit unserem ganzen Körper, mit unserem Verhalten, Auftreten und dem Tonfall der Stimme. Und nur zu einem kleinen Teil mit dem, was wir sagen. In Kodo-Naikan lernen wir, ganzheitlich zu kommunizieren. Nicht nach einem Schema oder einer Theorie. Sondern indem wir Doppelbotschaften und Blockaden aufdecken und bereinigen. Und das, was unsere Stärken sind, bewusster zu leben.

Sein&Tun
Jeder Mensch agiert auf zwei Ebenen: Dem Sein und dem Tun. Jeder Mensch wurde in der Vergangenheit in seinem Sein und Tun entweder gestärkt oder behindert. Im Kodo-Naikan-Prozess reflektieren wir unsere Herkunft und erkennen den Hintergrund, der all die Menschen geleitet hat, die zu meinem Leben beigetragen haben. Das versöhnt uns mit unserer Geschichte und löst innere Konflikte und unerledigte „Geschäfte“. Damit ist uns ermöglicht, sowohl im Sein als auch im Tun in uns selbst zu ruhen.

Weil wir sind, was wir tun.


 
 
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Alles Wissen besteht in einer sicheren und klaren Erkenntnis. René Descartes